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Sizilien


Die große Völkerwanderung des 21. Jahrhunderts ist für Europa eine schwerwiegende Herausforderung, die auch unter Christen Verzweiflung hervorgerufen hat. – Sie sollte jedem Leser bekannt sein und bedarf an dieser Stelle keiner weiteren Erklärung. – Doch wovor fürchten wir Christen in Europa uns eigentlich? Ist es die Angst, in unserem seelenruhigen Schlaf der Sicherheit gestört zu werden? Bangen wir um unseren Reichtum? Sollten wir nicht vielmehr die Allmacht Gottes fürchten und uns unter Seine gewaltige Hand demütigen, ja, Ihm kindlich vertrauen, anstatt hochmütig zu sein und zu verzweifeln? Können wir nicht gewiss sein, dass Seiner Hand absolut nichts entgleitet? Denken wir doch auch jetzt an den Missionsauftrag des Herrn und erweisen Ihm in Liebe und Ehrerbietung völligen Gehorsam!

 

Beginn des Projektes Sizilien

Mitte 2013 richtete der Herr unser Augenmerk auf die große Flüchtlingswelle in Sizilien und Lampedusa und zeigte uns damit eine wunderbare Gelegenheit, das Evangelium zu verkündigen – eine Gelegenheit, die sich unter normalen Umständen nicht bietet, denn die Flüchtlinge haben kurz zuvor dem Tod ins Auge geblickt, was meist dazu führt, dass man sich über den Sinn des Lebens Gedanken macht. Zudem befinden sie sich scharenweise an einem Ort und haben viel Zeit, die sie damit verbringen könnten, das Wort Gottes kennen zu lernen. Nach unseren Erkundigungen begannen wir bald mit der Arbeit, die zunächst darin bestand, den Flüchtlingen Literatur und Kleidung zu bringen.

 

Missionar Daniel

DanielWährend einer Missionsreise im April 2014 lernten wir Daniel kennen; er ist ein junger Flüchtling von der Westküste Afrikas, hat schon in seiner Heimat Gottes Wort gehört und ist zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Aus Dankbarkeit über das Werk der Gnade an seiner Seele predigte er auch anderen Menschen das Wort Gottes.

Als Daniel kurz nach seiner Ankunft in Sizilien sah, wie wir den Flüchtlingen Bibeln und Literatur gaben, teilte er uns voller Freude mit, dass auch er Christ sei und uns gerne beim Verteilen helfen würde. Wir nahmen ihn auf unsere Suche nach weiteren Lagern mit und führten lange, tiefgehende Gespräche mit ihm. Mit großem Eifer half er uns beim Verteilen der Bibeln, Neuen Testamente und Schriften. Auch beobachteten wir, dass er einen sehr guten Zugang zu den anderen Flüchtlingen hat, weil sie das gleiche Los teilen und in einer ähnlichen Kultur aufgewachsen sind. In jedem Lager betete er mit den Flüchtlingen, was uns aufgrund der sprachlichen Barriere nicht ohne weiteres möglich war. Auch bei darauf folgenden Treffen stellten wir mit Dankbarkeit und Zuversicht fest, dass Daniels Herz für die verlorenen Seelen brennt. Sollte er Gottes Antwort auf unser Gebet um Mitarbeiter auf Sizilien sein?

Bei unserer Missionsreise im April 2015 hatten wir vor allem das Ziel, mit einem Glaubensgrundkurs in kleineren Gruppen von durchschnittlich 10 Teilnehmern zu beginnen. Da wöchentliche Treffen für das Ziel dieses Kurses am effektivsten sind, baten wir Daniel, den Glaubensgrundkurs regelmäßig in den bestimmten Lagern durchzuführen, was er auch gerne tat.

 

Missionsreisen

Diese Zusammenarbeit erfordert viel Austausch und Gebet, weshalb wir ständig mit Daniel in Verbindung stehen. Doch selbstverständlich ist der persönliche Kontakt – also tröstende Besuche, ermutigende Gespräche, biblische Unterweisung und väterliche Korrektur – unverzichtbar. Deshalb werden von der Missionszentrale Reisen geplant und durchgeführt.