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Bibelunterricht in Afrika

»Vertraue auf den HERRN und tue Gutes, wohne im Land und übe Treue; und habe deine Lust am HERRN, so wird Er dir geben, was dein Herz begehrt! Befiehl dem HERRN deinen Weg, und vertraue auf Ihn, so wird Er es vollbringen.« (Psalm 37,3-5)

 

Grundlagen des Glaubens

Als Daniel eine Woche nach seiner Hochzeit den Unterricht ankündigte, war unsere Überraschung und Freude groß, dass ca. 100 Leute kommen wollten, darunter einige Pastoren und Lehrer. Leider war das vorhandene Material nur für 70 Personen vorgesehen; doch es wurde so aufgeteilt, dass jeder Teilnehmer gut mitkam. Gott sei Dank dafür, dass die Lieferung rechtzeitig und gut angekommen war!

Sie trafen sich täglich von 9:00 bis 13:30 Uhr. Zunächst stellte Daniel den Schülern vor, woher er kam und was das Ziel des Missionswerkes Voice of Hope ist. Er malte ihnen vor Augen, wie wichtig es ist, den Menschen das Evangelium von der freien Gnade zu bringen und jedem Gläubigen eine gute, bibelfundierte Grundlage für seinen Glauben zu vermitteln.

Das war es ja auch, was er nun vorhatte.

Daniels Lehrmethode war ein Unterricht, bei dem er viele Fragen stellte; zu jeder Frage wurde gemeinsam der Bibeltext gelesen und die Antwort anhand dieses Textes herausgefunden. Darüber hinaus stellte Daniel weitere Fragen, die die afrikanischen Schüler persönlich sowie ihre Problembereiche betreffen, wie beispielsweise: über Musik, wenn es um die Anbetung Gottes ging; über Gaben wie Zungenreden, wenn sie auf die Geistesgaben zu sprechen kamen; über Wunder, usw.

 

Einige Unterrichtsthemen waren:

1. Die Allgenugsamkeit der Schrift

2. Wie man die Bibel kennen lernt und studiert

3. Gottes Wesen und Eigenschaften

4. Die Person Jesu Christi

5. Das Werk Christi

6. Die Errettung, Wiedergeburt und Bekehrung

7. Die Person und der Dienst des Heiligen Geistes

8. Der Christ und das Gebet

 

»Die Reaktionen der Schüler auf diesen Glaubensgrundkurs sind sehr ermutigend«, berichtete Daniel uns während seiner Zeit in seiner Heimat. »Viele, die sich für Christen hielten, erkennen jetzt, dass sie noch gar nicht errettet sind.« – »Herr, bitte gebrauche diese Worte aus Deinem Mund zu ihrer Errettung!«, ist heute unser Gebet. »Baue Dein Reich in diesem afrikanischen Dorf in Sierra Leone weiter auf!«

  

Was ist der Rettungsplan Gottes?

Da viele der Schüler erstaunt waren über die Wahrheit der Schrift, dass es nur einen Weg zu Gott gibt, wollte Daniel an einem Tag noch ausführlicher über Jesus Christus als dem einzigen Weg zu Gott sprechen.

Die Sonne brannte heiß vom Himmel, als diese Lektion gehalten werden sollte, und da die Stromversorgung vor Ort ein großes Problem ist, gab es nichts, was Milderung verschaffen konnte. Zudem war wenig Wasser vorhanden. Doch es waren so viele Schüler, die am Unterricht teilnehmen wollten, dass der Raum völlig überfüllt gewesen wäre. Also wurde die Klasse kurzerhand in zwei Gruppen aufgeteilt.

Ist es nicht erstaunlich, dass so viele Menschen kommen, wenn einzig und allein das Wort Gottes gepredigt wird?! Über diese wunderbare Gebetserhörung konnten wir nur staunen und dem Herrn dafür danken!

 

Der Schöpfungsbericht für Kinder

Das Material für Kinder – ein Heft über die Schöpfungsgeschichte – verteilte Daniel in einer christlichen Schule. Leider war auch davon bei Weitem nicht genug vorhanden, und es entwickelte sich Streit unter den Kindern; einige weinten sogar, weil sie kein Heft bekamen. Daniel verbrachte zwei Stunden mit den Schülern der gesamten Schule, und sie lasen gemeinsam Seite für Seite. Lehrer wie Schüler waren glücklich über diese Lektion aus Gottes Wort. Daraufhin baten die Lehrer um weiteres Material für die Kinder.

 

Schwierigkeiten, die zu überwinden waren

Um das Vorhaben zu verwirklichen, in der Umgebung das Evangelium zu predigen, waren für Daniel zum Teil weite Strecken zurückzulegen. Zu Fuß hätte das viel Zeit gekostet. Doch Gott half ihm durch einen Bruder im Herrn, der ebenfalls am Bibelunterricht teilnahm und ihm für die Zeit seines Aufenthalts sein Motorrad auslieh. Möge Gott ihm diese Wohltat vergelten!

Leider erkrankte Daniel während seiner Zeit in Sierra Leone an Malaria, weshalb wir eine Zeit lang keine Nachricht von ihm erhielten. Doch unser himmlischer Vater war ihm gnädig und richtete ihn wieder auf, sodass er gesund wieder nach Sizilien in seine jetzige Heimat zurückreisen konnte.

Der ist gesegnet, der sein Vertrauen auf den Herrn setzt, denn außer Ihm gibt es keinen sicheren Halt und keinen Hirten, der besser für seine Herde sorgt!