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2020 2 DE MagazinAusgabe 2/2020: Die Kraft des Evangeliums

Predige das Wort

Die Missionsarbeit ist keine komplizierte, aber eine anspruchsvolle Aufgabe. In der Apostelgeschichte, die uns den inspirierten Bericht über die missionarische Tätigkeit der ersten Gemeinde vorlegt, sehen wir die gesamte Missionsarbeit in zwei verschiedenen und klar definierten Aufgabenbereichen. In Apostelgeschichte 6,4 erklären die Apostel: »Wir aber wollen beständig im Gebet und im Dienst des Wortes bleiben!« Diese Einfalt und die Kraft ihrer missionarischen Bemühungen stehen in scharfem Kontrast zu der Komplexität und Ohnmacht so vieler missionarischer Aktivitäten von heute.

Wenn man das so liest, wird man sich vielleicht gegen die Einfalt einer solchen Methode entscheiden. Allerdings müssen wir beachten, dass es sich hier nicht einfach um eine weitere Strategie unter mehreren handelt; es ist vielmehr die Strategie der Apostel, wie sie vom Heiligen Geist geleitet (ja sogar inspiriert) wurde. Wenn wir wirklich an das Prinzip von »Sola Scriptura« glauben (d. h. an die Schrift allein), dann müssen wir unsere Missionsarbeit der Autorität der Heiligen Schrift unterstellen. Wie es im Baptistischen Glaubensbekenntnis heißt: »Die Heilige Schrift ist die einzig ausreichende, sichere und unfehlbare Richtlinie für alle zum Heil notwendige Erkenntnis, für den rettenden Glauben und den Glaubensgehor-
sam …« (Kapitel 1, Absatz 1).

Die biblische Mission steht auf den beiden Säulen des Gebets und der Verkündigung! Leider ist nur ein kleiner Prozentsatz der heutigen Missionstätigkeit tatsächlich dieser Hauptarbeit eines Missionars gewidmet.

Als Gemeinde ist es unser großer und aufrichtiger Wunsch, unsere Missionsarbeit diesem biblischen Muster anzupassen. So beugen wir unsere Knie vor unserem souveränen Gott, mit dem Wunsch, dass das Reich Gottes sich ausbreiten möge, in unseren Herzen, Familien und Gemeinden, in unserem Wohnort und unserem Land, ja überall in der ganzen Welt. Und dass der Herr Männer erwecken möge, deren Herzen brennen für die verlorene Welt, deren Füße nicht müde werden, sie aufzusuchen, und deren Zungen bereit sind, zu predigen und zu lehren (zur gelegenen oder ungelegenen Zeit, 2.Tim. 4,2)!

Bitte beten Sie, dass wir in unserer Treue zum Gebet und zur Verkündigung des Wortes Gottes wachsen, und dass wir für unsere Generation treue Zeugen sein können. Danke für die Freundlichkeit, die Sie uns entgegengebracht haben! Auch wenn wir uns vielleicht nicht von Angesicht zu Angesicht begegnet sind, so sind Sie und Ihre Lieben in unseren Herzen und unseren
Gebeten.

       

 


 

 

MVH 1 2020 DE

Ausgabe 1/2020: Die Kraft des Evangeliums

Gibt es etwas Peinlicheres, als falsch gekleidet zu einer Veranstaltung zu kommen? – Vielleicht sind alle anderen in Anzug oder Abendkleid erschienen, und Sie kamen in Jeans und Pullover. Das kann schon ein unangenehmes Gefühl sein. Wenn wir falsch gekleidet auftauchen, besteht das Problem sicher meist darin, dass wir nicht verstanden haben, welchen Zweck die Veranstaltung hat.

Manche Christen haben eine ähnlich falsche Erwartung vom Leben, die dazu führt, dass sie unangemessen gekleidet sind, und zwar dem Leben gegenüber. Sie gehen durchs Leben und erwarten, dass es ein Vergnügen werden soll. Deshalb sind sie in geistlicher Hinsicht nur leicht bekleidet und mit Sandalen ausgestattet; sie erwarten Sonne, Sand und Spaß. Sie sind nicht darauf vorbereitet, dass es zu einem Kampf kommen könnte, und dass harte Zeiten auf uns treffen könnten. Und wenn dies eintritt, fangen viele sofort an zu verzweifeln und über die Lebensumstände zu murren.

Wenn einmal dunkle Zeiten auf uns treffen, was ist sofort unser erster Gedanke? »Das ist doch nicht gerecht! Diese Dinge sollten mir nicht passieren! Das Leben sollte nicht so hart sein!« Aber woher kommt dieser Gedanke? Wer sagt, dass das Leben nicht hart sein sollte? Allzu oft haben wir das Problem, dass wir eine falsche Erwartungshaltung bezüglich der Lebensumstände haben.

 

Manche von uns können sich vielleicht an eine frühere Zeit in ihrem Leben erinnern, in welcher der Gehorsam und das Vertrauen Gott gegenüber irgendwie leichter erschienen. Aber manchmal befinden wir uns in einer dunklen Zeit des Lebens, in der wir mit vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten konfrontiert sind, und in der die Freude am Dienst schon lange vergangen zu sein scheint. Welches Wort hat Gott nun für uns, das uns helfen wird, unsere Hoffnung und Treue auf lange Sicht aufrechtzuerhalten? Der Prophet Daniel ist für uns ein großes Vorbild darin, wie er Schwierigkeiten begegnete.

 

In dieser Ausgabe lesen Sie den ersten Teil von Daniels »Gebet in dunklen Zeiten« sowie einen aktuellen Missionsbericht aus Sizilien. Des Weiteren berichten wir von einem neuen Projekt in Rumänien, und wie sich Gottes Wort dort verbreitet, wie auch in Sibirien. Wir haben uns entschieden, das Design unseres Magazins etwas zu verändern, aber auch einige andere Schwerpunkte zu setzen. Das Magazin »Die Kraft des Evangeliums« soll nicht nur über die Missionsarbeit berichten, sondern auch mehr erbauliche Artikel für Gläubige beinhalten. Lesen Sie hier zudem einen kurzen Lebensausschnitt von John MacAr-
thur, und wie Gott ihn zum Dienst am Wort und an der Herde berufen hat.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch das Lesen dieser Berichte dazu ermutigt werden, gerade in dunklen Zeiten unserem Herrn und Heiland Jesus Christus zu vertrauen!