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Das Wort Gottes – lebendig und wirksam

»Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer
als jedes zweischneidige Schwert …« 
(Hebräer 4,12)

 

Es ist ein Wunder Gottes in der Natur, das Klein und Groß ins Staunen versetzt: Wir legen einige Samenkörnchen in die Erde, begießen sie, und dann beobachten wir, wie – bei einem Samen früher, bei dem anderen später – eine Pflanze empor wächst.
Zahlreiche Kleinbauern, vor allem in südlichen, ärmeren Regionen, besäen ihre Felder heute noch von Hand – meist mit Hilfe der Familie. Der Vater bereitet den Boden vor und zieht die Furchen, die Kinder streuen Samen hinein und schließen die Furchen wieder. Es ist Knochenarbeit, die ständigen Fleiß erfordert.
Schon im Voraus ist klar, dass nicht jeder Same, der ausgestreut wird, auch Frucht bringt: Manches wird von Vögeln aufgepickt, anderes fällt auf harten Boden oder wird von Unkraut erstickt. Zahlreiche Samenkörner werden also einfach verschwendet (vgl. Mt. 13).

Wie der Familie des Kleinbauern, so ergeht es auch den Dienern Gottes auf dem weltweiten Missionsfeld. Man streut Samen aus, um Frucht zu gewinnen. Das Ausstreuen des Samens ist in den Evangelien häufig ein Bild für die Verkündigung des Wortes Gottes, besonders des Evangeliums, das Frucht trägt. In den Briefen des Neuen Testaments wird das Wort Gottes als der Same bezeichnet, durch den ein Mensch von Neuem geboren wird (Jak. 1,18; 1.Pt. 1,23). Es wirkt im Herzen des Menschen und bewirkt dessen Umkehr zu Gott. Lebendiger Glaube gründet sich immer auf Gottes Wort.

 

Der Same auf vorbereitetem Herzensboden

Wir durften Zeugen und Mitarbeiter sein, als Gott auf dem Herzensboden von John den Samen des Evangeliums aufgehen ließ. Die Geschichte begann mit einer Bibel:

Das Wort Gottes lebendig 1Die Flüchtlingsunterkunft, in der John lebt, befindet sich in Valderice auf Sizilien, wo wir im April 2015 zum ersten Mal waren.
John hatte bei diesem Besuch eine Bibel erhalten und begann, interessehalber darin zu lesen. Er ist aus seiner Heimat Nigeria geflohen, um in Europa ein besseres Leben zu finden. Noch nie hatte er das wahre Evangelium gehört, geschweige denn das Wort Gottes gelesen. Alles kam ihm so fremd und neu vor, und dennoch ließ ihm dieses Buch keine Ruhe. Gottes Wort überführte ihn von seinem verlorenen Zustand, den er nicht sehen wollte: »Ich bin ein Sünder und kann mich selbst nicht retten. Ich brauche einen Retter!«
John war nicht der einzige, der die Bibel regelmäßig las. Einige seiner Mitbewohner lasen auch darin; unterschiedliche Motive bewegten sie dazu – bei dem einen war es Neugierde, bei dem anderen Langeweile.
Der Missionar Daniel erfuhr bald, dass John und einige andere Männer in Valderice viele Fragen zur Bibel beschäftigten; er begann diese Menschen regelmäßig zu besuchen und ihnen das Evangelium zu erklären. John bezeugt: »Ich erkannte, was Jesus Christus für mich getan hat, und dass Er der Heiland ist, der allein mich erretten kann. Ich bekannte Ihm meine Sünden und vertraute auf das Opfer, das Jesus Christus für mich gebracht hat.«
Von dieser Freude überwältigt, bat John uns, ihn und die anderen intensiver zu belehren, und Daniel gab wöchentlich Bibelunterricht anhand des Bibelkurses »Grundlagen des Glaubens«.

 

Ein fleißiger Diener

Nach drei Monaten wurde es Daniel verboten, in dieses Lager zu kommen und Bibelunterricht zu geben, solange er keine Genehmigung der katholischen Kirche vorweisen könne. Was sollte nun geschehen? Sollte alles im Sand verlaufen? Oh nein, das wollte John nicht zulassen.

Nach diesem Vorfall rief er die Gruppe regelmäßig zusammen, um mit ihnen gemeinsam Gottes Wort zu lesen, darin zu forschen, gemeinsam zu beten und Loblieder zu singen.

Im Sommer 2016 rief John bei uns an. Es seien in dem Flüchtlingslager noch mehr Flüchtlinge, die sich eine Bibel wünschten, erklärte er, und außerdem habe es einen Wechsel in der Leitung gegeben. Wir beteten, dass Gott uns nun eine Tür in dieses Flüchtlingslager öffnen möge. Bald darauf besuchten Daniel und einige weitere Mitarbeiter das Lager erneut und wurden Zeugen davon, wie Gott unsere Gebete erhört hatte. Die Türen öffneten sich, und der Bibelunterricht fand wieder Woche für Woche statt – ca. 9 Monate lang.

Wie kam John dazu, die Verantwortung für die Gruppe der Männer zu übernehmen, die auf der Suche nach Wahrheit waren? Woher hatte er diesen Eifer und diese Beständigkeit, womit er junge Männer zum Bibellesen versammelte? Es besteht kein Zweifel: Gott hat diese Veränderung in ihm bewirkt, den Hunger nach dem Wort und die Liebe zu seinem Erlöser.
Jeden Monat besuchen wir, wenn wir jeweils in Sizilien sind, diese Gruppe junger Männer. Sie hören gern und aufmerksam zu und stellen viele Fragen zur Bibel. Ist das nicht ein großes Wunder, das uns alle ins Staunen versetzen sollte?

 

Das Wort Gottes lebendig

Niko, John und Daniel

 

Gott macht keine halben Sachen

Schauen wir uns das Bild des Sämanns auf dem weltweiten Missionsfeld noch einmal an. Wie viele Mittel sind oft notwendig für seinen Dienst?! Wo bekommt er Bibeln, wo alle erforderlichen Hilfsmittel her? Es verhält sich ebenso wie mit der Sammlung für den Tempelbau in 1. Chronik 29: »Und nun, unser Gott, wir danken Dir und rühmen Deinen herrlichen Namen. Denn was bin ich, und was ist mein Volk, dass wir Kraft haben sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von Dir kommt alles, und aus Deiner eigenen Hand haben wir Dir gegeben. HERR, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt haben, um Dir ein Haus zu bauen für Deinen heiligen Namen, kommt von Deiner Hand, und alles gehört Dir« (V. 13-14.16).
Gott schenkt jedem Diener so viel, wie er braucht.

Als unser Vorrat an Bibeln in Sizilien langsam zur Neige ging, baten wir unsern Herrn um weitere Bibeln. Und so schenkte Er uns kürzlich 8.000 Bibeln für Sizilien – ein unbezahlbares Geschenk und ein großes Wunder! Wie viel hat Gott dafür aufgewendet, dass Menschen wie John eine Bibel bekommen und daraus unterrichtet werden können! Will da noch jemand daran zweifeln, dass der Herr Sein Werk auch vollenden wird?